Ohne JavaScript funktioniert das nicht, bitte Scripte zulassen M. Koehn - UKG - Krater

UKG - Krater

Hubert war früher mal ein recht guter Foto-Journa­list bei einer bekannten Tages­zeitung gewesen. Doch dann wollte er mehr, Pulitzer sollte doch möglich sein, oder?

Leider lagen zwischen Anspruch und Wirk­lichkeit jedoch Welten. Hubert schaffte es in seiner Selb­ständig­keit gerade so, über die Runden zu kommen, oft waren Monate länger als das Geld reichte. Manch­mal ging er in einen grie­chischen Imbiss in der Nähe seiner Wohnung, der ein passables Tzatziki anbot - und dazu stand auf en Steh­tischen immer ein voller Brot­korb - der nach seinen Besuch sehr leer war.

Eines Tages fuhr Hubert mit seinem kleinen Motorrad, einer wirklich alten Kreidler-Florett, in die Vulkan-Eifel. Um den Kopf freizu­bekommen! Als er sinnierend am Rand eines Kraters saß, spürte er ein leichtes Ruckeln, hörte ein tiefes Brummen. Aus dem Maar, dem eigentlich klaren Krater­see, stiegen Dämpfe auf, das Wasser wurde trüb, roch schwefe­lig.

Das Ruckeln wurde zum Beben, das Brummen zum Grollen, das Wasser schien zu kochen. Zum Glück hatte er seinen Foto­apparat, eine alte, aber hervor­ragende Voigtländer dabei, nahm sie aus der Tasche und dachte bei sich, dass diese Aufnahmen ihm wohl den lang­ersehnten Durch­bruch bringen würden. Leider waren das seine letzten Gedanken, bevor Hubert, die Kamera und die Kreidler im Lava­strom ver­glühten.